Effizientes Werkzeugmanagement
Infrastructure & Tools for Services (IT4S)
Große Industriebetriebe haben eigene Werkstätten, die ihren Technikern genau das Spezial-Werkzeug konstruieren, das diese benötigen. Zu dessen Anfertigung brauchen sie wiederum spezielle Maschinen und Ausstattungen. In der Softwareentwicklung verhält es sich ähnlich - auch hier benötigen Entwickler Werkzeuge, die ihnen die Arbeit erleichtern.
Überblick
Das GRZ IT Center Linz betreibt als Hauptgeschäftszweig ein Rechenzentrum und entwickelt Hard- und Softwarelösungen für Banken. Solche Anwendungen reichen vom Online-Banking über Software für Selbstbedienungsportale bis hin zu spezialisierten Programmen, die man als Bankkunde niemals zu Gesicht bekommt. Um die Entwicklung dieser Software zu erleichtern, gibt es so genannte Services – das sind Werkzeuge, die dem Entwickler Arbeitsschritte erleichtern bzw. diese automatisieren. Aber auch diese müssen erst einmal entwickelt werden, ebenso wie die Spezial-Werkzeuge im Industriebetrieb.
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Herausforderung
Die Fachleute im SCCH haben diesem Projekt den Namen „Infrastructure & Tools for Services“ (IT4S) gegeben. Das ist zwar nicht unbedingt phantasievoll, beschreibt aber recht gut worum es geht: Nämlich um die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur samt Werkzeug für die effiziente Service-Entwicklung beim GRZ IT Center Linz. Dabei sieht man sich einer steigenden Anzahl an bereitgestellten Services gegenüber. Deshalb reicht es nicht mehr Services als Teil der einzelnen Produkte zu betrachten und über Dokumente zu beschreiben. Denn das ließe ja deren Wiederverwendbarkeit außer Acht! Daher ist es notwendig Informationen zu den Services zentral abzulegen. Also ähnlich dem Ordnungssystem in einer Werkstatt, in der man ja auch sein Werkzeug wiederfinden will, wenn man es braucht.
Lösung
In diesem Sinne wurden Meta-Informationen zu den Services angelegt und es können diese so aufgefunden und in neue Software eingebunden werden. Erst durch diese technische Unterstützung kommen die Vorteile einer Service Orientierten Architektur (SOA) zur Geltung und beschleunigen die Entwicklung maßgeblich. Im Rahmen des Projektes IT4S wurde ein solches Metamodell entwickelt und durch Werkzeugunterstützung dem Entwickler bereitgestellt. Diese Services werden jedoch von unterschiedlichen Konsumenten (Applikationen) verwendet. Besondere Aufmerksamkeit gilt deshalb der Bereitstellung von neuen, verbesserten Service-Versionen: Es sollen schließlich inkompatible Ergebnisse vermieden werden. Genau dafür sorgt ein entsprechendes Versionierungs-Konzept, das gleichzeitig (falls notwendig) die parallele Unterstützung verschiedener Service-Versionen erlaubt.
Ein weiterer Bestandteil von IT4S ist das Monitoring der Services: Damit werden Fehler rasch erkannt und lokalisiert. In ihrer Gesamtheit ergeben diese Teile ein SOA-Governance-Konzept für den praktischen Einsatz beim GRZ IT Center Linz und dessen Partnern.