INDYCO

Die Giftschlammkatastrophe 2010 in Ungarn, die Nuklearkatastrophe 2011 in Fukushima, die Murenkatastrophe 2012 in St. Lorenzen und die verheerenden Hochwasser 2002 und 2013 in Mitteleuropa sind nur einige tragische Beispiele die verdeutlichen, dass rasch und koordiniert auf Katastrophenfälle reagiert werden muss. Bei der Katastrophenbehandlung ist es wichtig, die tatsächliche Lage möglichst früh richtig zu erkennen und davon abhängig die richtigen Maßnahmen zum Schutz von Personen bzw. zur Abwehr oder Verringerung von Schäden einzuleiten. Aus diesem Grund haben sich elf Organisationen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Anwendern im EraSME-Forschungsprojekt INDYCO zusammengeschlossen.

Ziel

Ziel des 2,5-jährigen Forschungsprojektes war die Entwicklung eines Entscheidungsunterstützungssystems für den Katastrophenschutz, das 1) schnell und dynamisch auf sich ändernde Situationen während Katastrophenereignissen reagieren kann und 2) bei neuen Katastrophenfällen unterstützt.

Systemüberblick

Das INDYCO-System kombiniert eine automatisierte Erkennung und Vorhersage von Katastrophensituationen durch permanente Überwachung von Sensordaten und weiteren Informationsquellen mit der Unterstützung bei der Reaktion auf eingetretene oder vorhergesehene Katastrophen durch die Einleitung richtiger Maßnahmen. Durch die Anbindung von mobilen Geräten wird die Kommunikation der offenen Aufgaben vereinfacht und beschleunigt. Die ausgewählten Maßnahmen werden den Einsatzleitern vor Ort über eine mobile Applikation übermittelt. Zur besseren Lagebewertung können die Einsatzkräfte Fotos, Videos, usw. zurücksenden und damit die Vorhersage und Lagebewertung entscheidend verbessern.

Anwendungsgebiete

Als Anwendungsgebiete wurden Hochwassersituationen speziell für kleine Fließgewässer, für die meistens keine Hochwasserprognosemodelle zur Verfügung stehen, und ein alpines Murenszenario gewählt.

Projektpartner

  • Software Competence Center Hagenberg GmbH (F&E; Koordinator)
  • Institut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, JKU Linz (F&E)
  • PRISMA solutions EDV-Dienstleistungen GmbH (KMU)
  • FIELDWORX MOBILE SOLUTIONS GmbH (KMU)
  • GeoExpert Research&Planning GmbH (KMU)
  • riocom - Ingenieurbüro für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft (KMU)
  • Oberösterreichischer Landesfeuerwehrverband (Intermediär)
  • Christian-Albrechts Universität zu Kiel (F&E)
  • LIS Leitstellen-Informations-System GmbH (KMU)
  • VOMATEC International GmbH (KMU)
  • Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH (KMU)

Fördergeber

Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages (Deutschland) und Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (Österreich).

Projektdaten

Das Projekt wurde zwischen 01.10.2012 bis 31.03.2015 abgewickelt und hatte ein Gesamtbudget von rund 1,5 Mio. Euro mit einer Gesamtförderung von rund 920.000 Euro.

Video (51,2 MByte)

 

Kontakt

Bernhard Freudenthaler

Freudenthaler Bernhard

Executive Head Data Analysis Systems
Telefon: +43 7236 3343 850
Fax: +43 7236 3343 888

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