Schwimmendes Science Center
Im September macht die MS Wissenschaft erstmals auch Station in Österreich. Sie geht von 17.9. bis 20.9. in Linz an der Anlegestation Lentos vor Anker und lädt ein zu einem spannenden Besuch der Energieausstellung an Bord.
Mit einem "Bauch voll Energie-Forschung“ ist die MS Wissenschaft als schwimmendes Science Center am 18. Mai in Berlin zu seiner diesjährigen großen Reise über 16 Wasserstraßen und 34 Städte gestartet.

MS Wissenschaft – mehr als 40.000 BesucherInnen in 10 Wochen an Bord!
Träger des Projekts ist Wissenschaft im Dialog (WiD), eine Gemeinschaftsinitiative der deutschen Wissenschaft. Dass die MS Wissenschaft heuer erstmals auch nach Österreich kommt, wird durch den FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung – mit Unterstützung des BMWF und des BMVIT ermöglicht. In den ersten zehn Wochen seit ihrem Start leisteten mehr als 40.000 BesucherInnen der Einladung zum Ausprobieren und Mitforschen Folge. Aus Oberösterreich haben sich bereits 30 Klassen mit 939 SchülerInnen für den Besuch der Energieausstellung an Bord angemeldet. Auch sie wollen selbst aktiv werden und Dioden zum Leuchten bringen, Motoren durch „Handauflegen“ starten oder ausprobieren, welche Methoden der intelligenten Speicherung und Verteilung notwendig sind, um erneuerbare Energien nutzen zu können.

FWF als Partner von WiD ist mit zwei österreichischen Exponaten vertreten:
- Das Exponat „Organische Solarzellen“, wurde in Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Dr. Niyazi Serdar Sariciftci, Leiter des Linzer Instituts für Organische Solarzellen (LIOS), Institut für Physikalische Chemie an der Johannes Kepler Universität in Linz, konzipiert und erstellt. Organische Solarzellen bestehen aus Werkstoffen der organischen Chemie, d.h. aus Kunststoffen, die elektrisch leitfähig und empfindlich für Strahlung sind und diese in Strom umwandeln können. Sonnenlicht führt in diesem Material zu einer Ladungstrennung, die als elektrischer Strom genutzt werden kann. Den BesucherInnen soll u. a. vermitteln werden, woraus organische Solarzellen bestehen, wie sie aussehen, was in ihrem Inneren passiert, wo sie bereits praktisch eingesetzt werden und damit unser Leben verändern.
- Das „Modell Güssing“, an dem Univ.-Prof. Dr. Hermann Hofbauer, Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften an der TU Wien, mit seinem Team federführend mitgewirkt hat, stellt im Rahmen eines 8-Minuten Films die Entstehungsgeschichte des Projekts dar: Güssing als Beispiel einer Kleinstadt, die seit Beginn der 90er Jahre höchst erfolgreich die Strategie der dezentralen, lokalen Energieerzeugung mit allen vorhandenen erneuerbaren Ressourcen einer Region verfolgt. Heute ist die Region Energie-unabhängig und hat darüber hinaus zusätzlich 1.500 Arbeitsplätze geschaffen. Die interaktive Ausstellung zur Energieforschung umfasst 8 Themenbereiche, welche Einblick geben in den aktuellen Stand der Energieforschung. Neben den Exponaten werden umfangreiche Basisinformationen zum Thema Energie geboten. Infoterminals zeigen, wie sich unser Energieverbrauch über die Jahre entwickelt hat und geben Auskunft über vorhandene Ressourcen. Wissenschaftliche Institute bieten Hörstationen, in der Media-Zone laufen Filme und zum „Großen Tisch“ wird geladen, um „Kettenreaktionen“ selbst aufzubauen und anzustoßen. :
Öffnungszeiten: Die MS Wissenschaft liegt in Linz von Freitag 17. bis Montag 20. 9. an der Anlegestelle Lentos vor Anker. Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt an Werktagen täglich von 9 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Ausstellung ist geeignet für SchülerInnen ab 10 Jahren (5. Schulstufe), für Jugendliche und Erwachsene.