Die BPMN Spezifikation vereinfachen
Eine Ontologie hilft.
Die Business Process Model and Notation (BPMN) Spezifikation ist sehr umfangreich.
Im Rahmen des Forschungsprojektes Vertikale Modellintegration (VMI) wurden alle syntaktischen Regeln in einer Ontologie zusammengefasst.
„Der Hauptzweck der BPMN 2.0 Ontologie ist die Verwendung als Wissensbasis. Die 550-seitige BPMN Spezifikation benötigt in der Ontologie nur ca. 260 Klassen welche die jeweiligen Restriktionen beschreiben“, erklärt Christine Natschläger, die die Ontologie entwickelt hat.
Diese Ontologie besteht aus zwei Teilen und enthält das gesamte Metamodell von BPMN 2.0 in einer Basisontologie sowie sämtliche textuell beschriebenen Regeln in einer Erweiterung. Ein großer Vorteil ist auch die Übersicht über vererbte Restriktionen. Durch die formale Definition konnten zudem mehr als 30 Widersprüche in der BPMN Spezifikation identifiziert werden. Zusätzlich kann die Ontologie zur Überprüfung der syntaktischen Korrektheit von konkreten BPMN Modelle verwendet werden.
„Im Vergleich zu anderen Syntaxprüfern ermöglicht eine Ontologie Schlussfolgerungen, z.B. ein BPMN Element mit gewissen Attributen impliziert ein konkretes Subelement für welches weitere Restriktionen geprüft werden müssen“, so Natschläger.
Die BPMN 2.0 Ontologie ist verfügbar unter der creative commons licence (CC BY-NC-SA 3.0) (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0).
Selber Testen
Hier finden Sie die BPMN 2.0 Ontologie zum Download