SCCH zeigt Kompetenz in der Werkzeugintegration anhand eines OpenSource-Projekts
BugClipse (www.bugclipse.org) ist eine vom SCCH im Geschäftsjahr 2005/2006 entwickelte Open-Source-Lösung, um Fehlermanagement flexibel in Entwicklungs- und Produktivsysteme einzubinden.
Überblick
Software-Entwicklung ist oft personalintensiv. Durch Automatisierung von Software-Entwicklungs-Aktivitäten und durch flexible Integration von Werkzeugen können Qualitäts- und Produktivitätsvorteile geschaffen werden. Automatisierung heißt aber nicht Standardisierung, sondern ermöglicht die optimale Unterstützung individueller Prozesse, bei einem hohen Maß an Flexibilität. Die Forscher des SCCH analysieren dazu die Aktivitäten im Entwicklungsprozess und implementieren innovative Werkzeuge, die sich in verschiedenen Umgebungen flexibel zu einer für das Unternehmen maßgeschneiderten Lösung integrieren lassen.

Herausforderung
Fehlerverfolgungswerkzeuge für Softwaresysteme, wie zum Beispiel Bugzilla, sind weltweit verbreitet, bieten aber keine allgemeine Schnittstelle für die Integration in Drittsysteme an. Aus diesem Grund ist es schwierig, automatisierte Fehlerverfolgung und -aufzeichnung in beliebige Umgebungen wie etwa Entwicklungs-, Test- oder Produktivsysteme zu integrieren.
Lösung
Das vom SCCH beim Projekt BugClipse angewandte Werkzeug-Integrations-Konzept erlaubt es, heterogene Werkzeuge unter einer modernen Oberfläche zu einer Applikation zusammenzufassen, die den Anwendern eine deutlich vereinfachte Handhabung bietet. Da die Produktivität durch die Integration steigt, ist auch die Akzeptanz der einzelnen Werkzeuge höher.
BugClipse bietet als Lösung für dieses Problem eine Schnittstelle an, die beliebige Fehlerverfolgungssysteme integriert. Mit BugClipse wurde z.B. Bugzilla in die populäre Entwicklungsumgebung Eclipse integriert, so dass der Medienbruch zwischen der Web-Schnittstelle von Bugzilla und der Entwicklungsumgebung Eclipse beseitigt ist. Entwickler können direkt in Eclipse Fehler melden und bearbeiten.
Dieses Werkzeug-Integrations-Konzept, bei dem Werkzeuge in der populären Eclipse-Plattform zu einem System zusammenwachsen, kam auch bei anderen erfolgreichen Projekten zum Einsatz. Das SCCH konnte damit zeigen wie völlig neue Möglichkeiten der Integration heterogener Werkzeuge unter einer modernen Oberfläche möglich sind und ist damit von Anfang an vorne dabei!