Optisches Qualitätsprüfsystem für Airbag-Schläuche

Eine der Kernkompetenzen der Software Competence Center Hagenberg GmbH (SCCH) liegt in der Entwicklung maßgeschneiderter Bildverarbeitungssysteme für die industrielle Qualitätskontrolle. Dieses Know-how wurde nun auch bei einem innovativen Projekt mit der Freistädter Firma A. Haberkorn & Co. GmbH eingesetzt. Ziel der Zusammenarbeit war, bei der optischen Überprüfung von Airbag-Schläuchen eine 100% Kontrolle zu garantieren und somit Zeit und Kosten einzusparen.

Überblick
 
Ein Vorzeigebeispiel für die funktionierende Kooperation von Wirtschaft und Forschung stellt die Zusammenarbeit der Firmen Software Competence Center Hagenberg GmbH und A. Haberkorn & Co. GmbH dar. In einem gemeinsamen Projekt wurde ein optisches Qualitätsprüfsystem für Airbag-Schläuche entwickelt. Im Konkreten werden mithilfe des neuen Systems die Schlauchlänge- und breite kontrolliert sowie die Textur auf Webfehler überprüft.

Bei der Herstellung von Airbag-Schläuchen für die Automobilindustrie gibt es hohe Qualitätsansprüche. Aus Sicherheitsgründen dürfen keine Fehler im Texturgewebe übersehen werden, da diese zu einem Abfall des Airbag-Druckes führen könnten. Bisher wurden diese Produktionsfehler nicht maschinell, sondern von einem menschlichen Kontrolleur überprüft. Nachdem dieses Texturanalyse-Problem mit Standardmethoden nicht gelöst werden konnte, wurde mithilfe der Forschungskompetenz des Software Competence Center Hagenberg eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt, die die unterschiedlichen Webfehler zuverlässig detektiert und klassifiziert.

Entscheidend für die Aufnahme der Projektgespräche zwischen SCCH und der Fa. A. Haberkorn war der Besuch des Workshops „Qualitätssicherung und -kontrolle – Bildverarbeitung, zerstörungsfreie (inline) Prüfverfahren“ beim Techno Log 2005. Bei dieser Veranstaltung von TIM Technologie und Innovations-Management wurde der erste Baustein gesetzt.

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Herausforderung

„Für das Software Competence Center Hagenberg lag die Herausforderung darin, eine maßgeschneiderte Gesamtlösung für die Überprüfung von gewobenen Material zu entwickeln, die starken produktions- und fertigungsbedingten Schwankungen unterliegen. Eine weitere Besonderheit war die Integration des neuen Systems in die bestehende Anlage und die optische Überprüfung bei hohen Geschwindigkeiten“, so Projektleiter DI Peter Haslinger.


Lösung

Dr. Bernhard Moser, Bereichsleiter für Knowledge-Based Technology am SCCH, erklärt die Vorteile, die durch das neue System für die Firma A. Haberkorn entstehen: „Einerseits wird eine 100%ige Kontrolle der Oberfläche und somit eine höhere Qualität des ausgelieferten Produktes garantiert. Andererseits können Zeit und Personalkosten durch die Erhöhung der Betriebsgeschwindigkeit der Anlage eingespart werden“.
Die Hardwarekomponenten des neuen Systems wurden von den SCCH-Technologiepartnern Schmachtl GmbH (Linz) und Stemmer Imaging GmbH (Deutschland) bereitgestellt.

   

Kontakt

Moser_Bernhard

Bernhard Moser

Area Manager Knowledge-Based Technology

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