Workflow-Engine steuert Kreditprozesse

Business Process Management (BPM) bietet anerkannte Methoden, um Geschäftsprozesse transparent in Form von Prozessmodellen abbilden zu können.

Die softwaretechnische Umsetzung erfolgt dabei durch Einsatz einer Workflow-Engine, um die Prozesse bzw. Prozessinstanzen automatisiert ablaufen zu lassen, zu steuern und zu überwachen. Das SCCH hat sich im Projekt ProSer dem Thema Workflows gewidmet.

Überblick
 

Für eine komplexe Anwendung im Bereich des Kreditgeschäfts, die von der GRZ IT Gruppe entwickelt wurde, sollten bestimmte Geschäftsprozesse von der Beratung über Antrag und Bewilligung bis zur Endkontrolle durch den Einsatz einer Workflow-Engine unterstützt werden. Eine wesentliche Anforderungen war die Bereitstellung einer zentralen Worklist, die clientseitig entsprechend visualisiert wird und über die die Benutzer sämtliche zu erledigenden Aufgaben ansteuern können.
Das Besondere an diesem Projekt ist, dass der .net-basierte Client serverseitig eine Java-basierte, Open Source Business Process Management (BPM) Engine von JBOSS (jBPM) verwendet. Die Beschreibung bzw. Modellierung der Prozesse erfolgte vorerst im proprietären jPDL-Format, da der BPEL-Standard, der grundsätzlich auch von jBPM unterstützt wird, nicht ausreichend war. Die Workflow-Engine startet einzelne Prozess-Instanzen und wacht dann über deren Zustände und Zustandsübergänge. Darüber hinaus regelt die Engine, welchem Bereich oder Mitarbeiter die jeweiligen Aufgaben zugeordnet werden.

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Herausforderung 

Die Vorteile der Verwendung einer Workflow-Engine liegen insbesondere in der Flexibilität (Anpassung der Geschäftsprozesse), der Wartbarkeit der Anwendung (Nachvollziehbarkeit des Kontrollflusses durch die prozessgetriebene Steuerung der Services) sowie generell in der Reduzierung des Entwicklungsaufwands, da wesentliche serverseitige Elemente wie z.B. die Prozesssteuerung von der Workflow-Engine übernommen werden. Darüber hinaus werden in einer Prozessdatenbank alle prozessrelevanten Informationen von der Workflow-Engine gespeichert. Die Verfügbarkeit dieser Informationen ist eine wichtige Voraussetzung, um die bestehenden Geschäftsprozesse aus Sicht der Fachabteilungen bedarfsbezogen optimieren zu können.    


Lösung

Im Rahmen des Projektes ProSer bereitete das SCCH Grundlagen, Konzepte und Standards bzgl. Workflows und BPM auf. Im Auftrag der GRZ IT Gruppe wurden dann spezielle Themen wie Archivierung von Prozessinformationen und die Versionierung von Prozessen angegangen. Die GRZ IT Gruppe führte die notwendigen Erweiterungen beim Metamodell der Process-Engine durch, baute eine jBPM-unabhängige Webservice-Schnittstelle für die Aufgabenliste und ergänzte die von jBPM bereitgestellten Workflow-Services um zusätzliche Funktionalitäten (zB Hierarchical Tasks). Gemeinsam mit dem SCCH wurden damit die Voraussetzungen geschaffen, eine komplexe Kernapplikation im Bankenumfeld workfloworientiert umsetzen zu können.

   

Kontakt

Freudenthaler_Bernhard

Bernhard Freudenthaler

Project Development Data Analysis Systems

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