Ontologie beschreibt BPMN 2.0
Wie kann man die BPMN Spezifikation vereinfachen?
Die Business Process Model and Notation (BPMN) ist eine weit verbreitete Geschäftsprozessmodellierungssprache, welche von der Object Management Group (OMG) verwaltet wird.
BPMN ist ein Schwerpunkt des Forschungsprojektes Vertikale Modellintegration (VMI) und wird auf unterschiedlichste Arten formal analysiert und erweitert. Da die BPMN Spezifikation sehr umfangreich ist, war ein erstes Ziel die Zusammenfassung aller syntaktischen Regeln in einer Ontologie.
Diese Ontologie besteht aus zwei Teilen und enthält das gesamte Metamodell von BPMN 2.0 in einer Basisontologie sowie sämtliche textuell beschriebenen Regeln in einer Erweiterung. Der Hauptzweck der BPMN 2.0 Ontologie ist die Verwendung als Wissensbasis. Die 550-seitige BPMN Spezifikation benötigt in der Ontologie nur ca. 260 Klassen welche die jeweiligen Restriktionen beschreiben.

Vorteile:
- Übersicht über vererbte Restriktionen. Durch die formale Definition konnten zudem mehr als 30 Widersprüche in der BPMN Spezifikation identifiziert werden.
- Zusätzlich kann die Ontologie zur Überprüfung der syntaktischen Korrektheit von konkreten BPMN Modelle verwendet werden. Im Vergleich zu anderen Syntaxprüfern ermöglicht eine Ontologie Schlussfolgerungen, z.B. ein BPMN Element mit gewissen Attributen impliziert ein konkretes Subelement für welches weitere Restriktionen geprüft werden müssen.
- Die BPMN 2.0 Ontologie ist verfügbar unter der creative commons licence (CC BY-NC-SA 3.0).
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