Industrie 4.0 und Systems Engineering

Expertentalk an der JKU

Im Zuge der sehr breitgefächerten Diskussion über Industrie 4.0 wird immer klarer, dass die Digitalisierung und damit die Modellbildung der Produkte und deren Produktion zentraler Bestandteil der Produktion in Zukunft sein wird. Dies erfordert die Verwendung von Modellen für immer mehr Aspekte der Produktentwicklung und Produktion. Die ingenieursmäßige Entwicklung von komplexen und heterogenen Systemen wird auch aus diesem Grund immer wichtiger und wird unter dem Begriff Systems Engineering zusammengefasst. Teil dieser Entwicklung sind Modelle, die Eigenschaften und das Verhalten der Produktionssysteme und Produkte beschreiben. Solche Modelle erlauben die virtuelle Konstruktion von Produkten und die virtuelle Planung, Konzipierung und Simulation der Produktion.

Die Zukunft ist Systems Engineering

„Industrie 4.0 setzt die perfekte Kommunikation zwischen den Systemen voraus. Es müssen die Datenflüsse ohne das Eingreifen durch Menschen ablaufen und um dies zu erreichen, sind die Produkte und die Produktionsprozesse so zu modellieren, dass sie nachweisbar verarbeitbar sind. Durch SysML werden verifizierbare Simulationen ermöglicht und das Systemverhalten kann vorausgesagt werden“, berichtet Dr.Siegmund Priglinger, Experte für Business Intelligence und Datenmanagement.

Umsetzung der Industrie 4.0 Vision in der digitalen Fabrik

Methoden und Werkzeuge zur Konstruktion, Analyse, Validierung und Verifikation verlässlicher, verteilter, adaptiver Softwaresysteme werden bereits  vom Software Competence Center Hagenberg erforscht. „Damit wird der softwaretechnische Rahmen geschaffen, mit dem verschiedenste Daten aus der Produktion und den umgebenden Prozessen extrahiert und unter Einbeziehung von Expertenwissen analysiert werden können, um dann die Analyseergebnisse zur Anpassung des Systems (Fehlerbeseitigung, Optimierung, etc.) zu nutzen und. Ausfallsicherheit zu garantieren“, erklärt Dr. Klaus-Dieter Schewe, wissenschaftlicher Leiter am SCCH.

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