KI revolutioniert auch Software-Entwicklung

Rückblick Software Research Day

„Wir arbeiten gerade an der neuen OÖ. Wirtschafts- und Forschungsstrategie #UpperVision 2030. Dabei ist die digitale Transformation ein zentraler Punkt. Die Digitalisierung ist der große Treiber für neue Technologien. Oberösterreichs Innovationslandschaft ist zu den unterschiedlichen Themen der Digitalisierung sehr gut aufgestellt. Und mit dem Software Competence Center Hagenberg haben wir einen ganz wesentlichen Player in der Forschungslandschaft bzw. im UAR Innovation Network“, unterstrich LR Achleitner.

 

V.l.: : Bernhard Moser, SCCH, Irene Auffret, AVI Systems, Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner, Klaus Pirklbauer, SCCH. (Foto: SCCH / Gustav Lehner)

Innovationspartner für Wirtschaft und Industrie

Die Software Competence Center Hagenberg GmbH (SCCH) erforscht in den Bereichen Data & Software Science die Grundlagen für die effiziente Datenanalyse und die Entwicklung von qualitativ hochwertiger Software. Künstliche Intelligenz ist in der Softwareentwicklung inzwischen ein ganz wesentlicher Aspekt. Mit dieser Expertise steht das SCCH Unternehmen bei ihren Innovationsvorhaben als starker F&E-Partner zur Seite. Unter dem Thema ‚AI meets Software Engineering‘ stellten Dr. Bernhard Freudenthaler und Dr. Thomas Ziebermayr vom SCCH unter anderem ein Projekt im Bereich der Produktion von Transformatoren vor. Dabei wird einerseits in Software-Systemen verborgenes Wissen automatisch in technische Dokumentation übergeführt und anderseits künstliche Intelligenz zur laufenden Prozessoptimierung eingesetzt.

Österreichs AI-Strategie: Herauforderungen für die Forschung

Dr. Markus Triska vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) gab einen Ausblick über die Standardisierung von AI-Technologien. Der Research Coordinator des SCCH, Priv.-Doz. Dr. Bernhard A. Moser, ist Mitinitiator einer österreichweiten akademischen Plattform für KI, die am Strategieprozess Artificial Intelligence Mission Austria (AIM AT 2030) beteiligt ist. "In diesem Strategieprozess werden nicht nur Themen der technologischen Evolution beleuchtet, sondern auch gesellschaftlich relevante Fragen wie rechtliche Aspekte und Datensicherheit behandelt. Um sicherzustellen, dass KI breite Anwendung findet, müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden“, erklärte Moser.

Mit KI die Sicherheit im Blick

Künstliche Intelligenz bringt nicht nur mehr Effizienz und Produktivität – KI sorgt auch für mehr Sicherheit. Deutlich wurde dies bei dem Vortrag von DI Johannes Traxler von AVISystems, der den intelligenten Rückspiegel – ein gemeinsames Forschungsprojekt mit SCCH – vorstellte. Die Funktionen des intelligenten Rückspiegels für Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs wie Züge, Schnellbahnen und Busse – mit dem Produktnamen RAILEYE – gehen weit über die eines klassischen Rückspiegels hinaus. Damit haben die Lenker- bzw. Fahrer/innen eine weit bessere Einsicht in den toten Winkel des Fahrzeugs. Die integrierte künstliche Intelligenz gibt darüber Auskunft, welche Personen und Objekte sich im Gefahrenbereich befinden. Damit steht den Fahrer/innen ein starkes Werkzeug zur Verfügung, um Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen, richtig einzuschätzen und entsprechend schnell darauf zu reagieren. Bisher mussten sie sich oft darauf verlassen, dass sämtliche Sicherheitsanweisungen von den Fahrgästen auch eingehalten werden – was oftmals aus Gründen der Leichtfertigkeit nicht der Fall ist. „SCCH hat uns bei dieser Innovation als starker Partner unterstützt und die Entwicklung schreitet voran. Ein weiteres Forschungsprojekt soll künftig ermöglichen, das Bewegungsverhalten von Personen vorherzusagen, damit gefährdete Verkehrsteilnehmer/innen noch früher erkannt werden“, gab DI Johannes Traxler einen Ausblick.

 

 

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