TRESSPASS

Sichere Grenzverwaltung

Ausgangssituation

Das Vorgehen bei Sicherheitskontrollen an den Grenzübergangsstellen soll in diesem Projekt optimiert werden. Die herkömmliche Methode "Alle Passagiere durchlaufen alle erforderlichen Sicherheitskontrollen" hat in Zeiten mit wenig Verkehrsaufkommen funktioniert, aber bei dem heutigen Passagieraufkommen sind neue Konzepte gefragt. TRESSPASS erforscht "risikobasierte" Sicherheitskontrollen und konzentriert sich auf einen analytischen Rahmen für die Modellierung von Risiken sowie einen systematischen Ansatz zur Quantifizierung von Risiken, der auf einer Reihe von Indikatoren basiert.

 

Forschungsansatz

Bei der risikobasierten Grenzverwaltung besteht die größte Herausforderung in der Abschätzung des Risikos für jeden einzelnen Reisenden. Der Erfolg und die Anwendbarkeit eines jeden Risikomanagementprozesses hängen in hohem Maße von der Genauigkeit dieser Schätzungen ab. In TRESSPASS wird ein analytischer Rahmen für die Risikomodellierung und einen systematischen Ansatz zur Quantifizierung des Risikos vorgeschlagen, der auf einer Reihe von Indikatoren basiert. Sobald diese Indikatoren aus den verfügbaren Daten, die aus Hintergrundinformationen, Sensoren und Anwendungen gesammelt wurden, genau abgeschätzt sind, berechnet der 4-stufige Risikomanagementansatz, zuverlässig das Risiko für jeden Reisenden. Auf der Grundlage dieses Risikos passt das System dann die Anzahl und die Art der für jeden Reisenden erforderlichen Sicherheitskontrollen an, die mit dem damit verbundenen Risiko kongruent sind, um ein gewünschtes Sicherheitsniveau aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Leistung des Sicherheitssystems im Hinblick auf Effizienz, Zufriedenheit der Reisenden und Senkung der Betriebskosten zu optimieren. Das Systemdesign wird durch eine dynamische Risikobewertung flexibel gestaltet, um unvorhergesehene Risiken, die sich aus Notfällen ergeben, wie z.B. im Fall des Verbots von Laptops im Frühjahr 2017, zu berücksichtigen. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, während des gesamten Durchleuchtungsprozesses ein Maß an gegenseitigem Vertrauen zwischen dem Sicherheitsprozess und dem Reisenden aufrechtzuerhalten. Umfangreiche Simulationen werden dazu dienen, den vorgeschlagenen Ansatz zunächst zu testen, bevor er in drei verschiedenen Piloten, die alle drei Modalitäten abdecken: Land, See und Luft, umgesetzt und validiert wird.

Zielesetzung

Im Projekt TRESSPASS gibt es folgende Zielsetzungen:

  • Entwicklung eines einheitlichen, kohärenten und risikobasierten Grenzverwaltungskonzepts
  • Entwicklung von Pilot-Demonstratoren
  • Evaluierung des Konzepts mittels geeigneter Simulationen
  • Weiterentwicklung des Konzepts in Bezug auf das Grenzmanagement innerhalb und außerhalb der EU

Projektwebsite

Mehr Informationen finden Sie auf Website von TRESSPASS.

Projektpartner

TRESSPASS bündelt alle erforderlichen wissenschaftlichen & technologischen Kompetenzen durch die Partner

  • National Center for Scientific Research “Demokritos” (NCSRD) (Koordinator)
  • Netherlands Organisation for Applied Scientific Research (TNO)
  • Wojskowa Akademia Techniczna (WAT)
  • Space Hellas SA (SPH)
  • Software Competence Center Hagenberg GmbH (SCCH)
  • Rina Consulting S.p.A. (RINA-C)
  • Fraunhofer EMI (FHG)
  • European Dynamics Belgium SA (ED)
  • National University of Ireland Maynooth (NUIM)
  • Infili
  • Zanasi & Partners (Z&P)
  • ICTS Europe
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. (ALU-FR)
  • APSS Software & Services Ltd. (CASRA)
  • Vicarious Perception Technologies BV (VV)
  • Independent Authority for Public Revenue (IAPR)
  • Center for Security Studies / Hellenic Police (KEMEA)
  • Piraeus Port Authority (PPA)
  • Ministry of Maritime Affairs and Insular Policy/Hellenic Coast Guard (HCG)
  • Royal Netherlands Marechaussee, Dutch border guard (RNM)
  • Border Guard of the Republic of Poland (PBG)
  • Royal Schiphol Group (AAS)

Fördergeber

Das Projekt wird im Rahmen von HORIZON 2020 (SEC-15-BES-2017) gefördert.

Kontakt

Lukas Fischer

Fischer Lukas

Research Manager Data Science
Telefon: +43 50 343 828

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